Texte & Zitate

Zitate, Sprüche & Weisheiten

„Für nahezu jeden guten Spruch, jedes faszinierende Zitat, jede tiefe Weisheit, gibt es auch einen mindestens genauso guten Spruch, ein Zitat, eine Weisheit, die das genaue Gegenteil besagt. Es kommt immer nur auf die eigene Betrachtung, den eigenen Standpunkt, die eigene gefühlte Wahrheit an.“

„Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung.“
Heraklit von Ephesus

„Leben bedeutet ständige Veränderung, ständige Herausforderung. Das Leben ist ein beständiger Aufruf, über sich hinaus zu wachsen.“

„Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“
Chinesisches Sprichwort

Der Dalai Lama auf die Frage was ihn am meisten überrascht: „Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wiederzuerlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt. Das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart oder in der Zukunft lebt. Er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.“

„Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen“
Arthur Schopenhauer

„Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. “
Frei nach Victor Hugo

„Willst du recht haben oder glücklich sein? “
Frei nach Dr. Marshall Rosenberg

Nelson Mandela - Antrittsrede „Vergebung statt Hass“

Auszug aus der Antrittsrede des südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela im Mai 1994:

Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu verwirklichen.
Und er ist nicht in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen Menschen auf der Welt.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, die in jedem Mensch von uns ist, zu offenbaren.
Jeder Mensch ist es wert, geachtet und geliebt zu werden.
Und darum sollten alle Menschen die gleichen Rechte, Pflichten und Möglichkeiten besitzen.

Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, daß wir ungenügend sind.
Unsere tiefgreifendste Angst ist folgende, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht und auch nicht unsere Dunkelheit, was uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns, wie kann ich es wagen, brillant, hervorragend, talentiert und fabelhaft zu sein?
Doch in der Tat, wie kannst du es wagen, dies alles nicht zu sein?
Jeder ist ein Kind Gottes.
Sich selber klein zu halten, dient nicht unserer Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen,
dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.

Und wenn wir unser eigenes Licht scheinen lassen,
geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst uns trennen,
befreit unsere Gegenwart unsere Mitmenschen.

Nelson Mandela zitiert hier aus dem Buch "A Return To Love: Reflections on the Principles of A Course in Miracles" von Marianne Williamson.

» Verfilmte Version

Hermann Hesse:
Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse:
Das Leben, das ich selbst gewählt

Eh‘ ich in dieses Erdenleben kam,
ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
da war der Irrtum, der gefangennahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
da waren Haß und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch war da auch die Freude jener Tage,
die voller Licht und schöner Träume sind,
wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,
und überall der Quell der Gaben rinnt;
wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
wo sich der Mensch, der Menschenpein entwunden,
als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel,
mir ward gezeigt die Wunde, draus ich blute,
mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig‘ Leben schaute,
da hört‘ ein Wesen ich die Frage tun:
Ob dies zu leben ich mich traute,
denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme -
„Dies ist das Leben, das ich leben will!‟,
gab ich zur Antwort mit entschloss‘ner Stimme
und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward geboren ich in diese Welt,
so war‘s, als ich ins neue Leben trat.
Ich klage nicht, wenn ‘s oft mir nicht gefällt,
denn ungeboren hab‘ ich es bejaht.

Die kleine Seele spricht mit Gott - eine Parabel nicht nur für Kinder

Gabriella's Song aus dem Film "Wie im Himmel"

 

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